Bericht: Regierung will Milliardenfonds für Atomentsorgung

Die Bundesregierung plant nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» einen Fonds, um die Entsorgung der deutschen Atomkraftwerke sicherzustellen. Das gehe aus einem internen Papier von Wirtschafts- und Umweltministerium hervor, berichtete das Blatt.

Bericht: Regierung will Milliardenfonds für Atomentsorgung
Stefan Sauer Bericht: Regierung will Milliardenfonds für Atomentsorgung

Demnach sollen die Betreiber stufenweise etwa 17 Milliarden Euro in den Fonds einzahlen, um die «langfristigen Verpflichtungen der Entsorgung» abzudecken. Nur das Geld für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Zwischenlagerung, etwa 19 Milliarden Euro, sollen die Konzerne aus Rückstellungen begleichen.

Die vier Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW haben dem Bericht zufolge etwa 36 Milliarden Euro für die Bewältigung ihres nuklearen Erbes zurückgestellt. Zuletzt wurden aber Sorgen laut, ob das Geld auch noch in ferner Zukunft vorhanden sein wird. Eon und die deutsche Tochter des schwedischen Vattenfall-Konzerns wollen sich vom Großteil ihres Kraftwerkparks trennen.