Bericht: USA nutzen abgehörte Telefonate in Syrien als Beweis

Die USA wollen die Schuld des syrischen Regimes an den Giftgasangriffen bei Damaskus einem Medienbericht zufolge mit abgehörten Telefonaten belegen.

Der US-Geheimdienst habe Gespräche zwischen dem syrischen Verteidigungsministerium und dem Chef der Chemiewaffen-Einheit des Bürgerkriegslandes abgehört, berichtete das renommierte US-Außenpolitikmagazin «Foreign Policy» in der Nacht zum Mittwoch in einem Blog.

Darin heißt es, in den «panischen» Gesprächen habe das Ministerium von der Einheit Erklärungen für den Giftgasangriff mit Hunderten Toten am 21. August verlangt, der nun zu militärischen Aktionen der USA und ihrer Alliierten gegen Syrien führen könnte.

«Foreign Policy» behauptet, dass die Anrufe von den Amerikanern als Beweis dafür genutzt würden, dass das Regime von Machthaber Baschar al-Assad für den Chemiewaffenangriff verantwortlich war. Diese Anrufe hätten ihnen auch gezeigt, dass nicht klar sei, wer in Syrien die Befehlsgewalt habe. «Es ist nicht klar, wer die Kontrolle hat», zitiert das Magazin einen namentlich nicht genannten Geheimdienstmitarbeiter. Die Frage sei, ob es tatsächlich eine generelle Erlaubnis der Regierung für Chemiewaffenangriffe gebe.

Mehrere ranghohe US-Regierungsmitglieder bis hin zum Vizepräsidenten Joe Biden haben bereits klar gemacht, dass für sie eindeutig das syrische Regime schuld an dem Giftgasangriff ist.