Berichte: Paris-Attentäter übertrug Angriff über Facebook

Der Attentäter von Paris soll seinen Angriff auf eine Polizistenfamilie über seinen Facebook-Account übertragen haben. Das berichtete der als Dschihadismus-Experte geltende Journalist David Thomson, der für den französischen Sender RFI arbeitet, auf seinem Twitter-Account.

Berichte: Paris-Attentäter übertrug Agriff über Facebook
Christophe Petit Tesson Berichte: Paris-Attentäter übertrug Agriff über Facebook

Andere Medien beriefen sich auf entsprechende Angaben von Ermittlern. Der Attentäter soll auch Fotos seiner Opfer gepostet haben. Eine Bestätigung für diese Informationen gab es bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Paris zunächst nicht. Der Facebook-Account soll inzwischen gelöscht worden sein.

Der nach Medienberichten wegen Terrorismus vorbestrafte Mann, der sich zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte, brachte im westlichen Umland von Paris einen Polizisten und dessen Partnerin um. Er hatte am Montagabend zunächst den 42 Jahre alten Kriminalkommissar vor dessen Haus erstochen und sich dann im Gebäude verschanzt. Als Spezialkräfte das Haus stürmten und den Mann erschossen, fanden sie die Leiche der Lebensgefährtin des Polizisten, die als Sekretärin in einem Kommissariat arbeitete. Der dreijährige Sohn des Paares blieb unversehrt, stand aber unter Schock.

Nach Angaben von Thomson veröffentlichte der Täter auch eine Aufforderung, Polizisten, Gefängniswärter, Journalisten und Rap-Musiker zu töten. Dabei habe er zahlreiche Namen genannt. Das Kind sei auf einem Sofa zu erkennen gewesen. Der Attentäter habe gesagt, er wisse noch nicht, was er mit dem Kind machen solle.