Bahn: Im Streik fuhr gut die Hälfte aller Züge

Während des Lokführerstreiks in der vergangenen Woche ist bei der Deutschen Bahn nach eigener Einschätzung gut jeder zweite geplante Zug gefahren. Verhältnismäßig viele Verbindungen fielen im Fernverkehr aus, wie ein Bahnsprecher sagte.

Auf den Langstrecken verkehrte täglich nur ein Drittel der sonst rund 800 Züge. Genau umgekehrt war das Verhältnis im Güterverkehr: Von täglich 3600 Güterzügen sei etwa ein Drittel nicht gefahren.

Ein differenziertes Bild ergab sich bei den Regionalverkehren inklusive der S-Bahn-Netze mit 23 500 täglichen Fahrten bei einem normalen Fahrplan. Je nach Region seien zwischen 15 und 60 Prozent der Verbindungen bedient worden, sagte der Sprecher.

Im verkehrsreicheren Westen hätten deutlich mehr Fahrten stattgefunden, weil es dort noch mehr verbeamtete Lokführer gibt, die nicht streiken dürfen. Unter dem Strich dürfte nach Bahn-Schätzung etwa die Hälfte der regionalen Züge gefahren sein. Am stärksten sei der Streik der Lokführergewerkschaft GDL im S-Bahn-Netz Berlins zu spüren gewesen.