Bahn will Tarifverhandlungen mit EVG beenden

Mitten im Streik der Lokführer nimmt die Deutsche Bahn heute «finale Verhandlungen» über einen neuen Tarifvertrag mit der zweiten Gewerkschaft in Angriff.

Bahn will Tarifverhandlungen mit EVG beenden
Bernd Thissen Bahn will Tarifverhandlungen mit EVG beenden

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), die in Konkurrenz steht zur kleineren Lokführergewerkschaft GDL, hat ebenfalls mit Arbeitskampf gedroht, falls die Gespräche in Berlin scheitern.

EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba forderte die Bahn auf, ihr Angebot aufzustocken. Der Konzern bietet bisher 4,7 Prozent mehr Lohn und eine Laufzeit von 29 Monaten. Die GDL will die von der EVG ausgehandelten Vorgaben für einzelne Berufsgruppen nicht für die eigenen Tarifverträge akzeptieren.

Zugleich hofft die Bahn auf eine Schlichtung im festgefahrenen Tarifkonflikt mit der GDL. Seit Dienstag beraten Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber und GDL-Chef Claus Weselsky unter Mithilfe des früheren Bundesarbeitsrichters Klaus Bepler, wie man in die Schlichtung kommen kann. Beide Seiten haben sich Stillschweigen über den Fortgang der Gespräche auferlegt. Die Lokführer streiken seit Dienstag im Güterverkehr und seit Mittwoch im Personenverkehr. Ein Streikende hat die GDL bisher nicht genannt.