Berlin und Bamberg beim Top Four

Titelverteidiger ALBA Berlin und die Brose Baskets Bamberg haben im BBL-Pokal das Top Four erreicht. Die Berliner gewannen am Mittwochabend das Prestigeduell gegen den Erzrivalen Bayern München mit 74:69 (31:38) und warfen den deutschen Meister damit aus dem Wettbewerb.

Bamberg siegte bei Vorjahresfinalist ratiopharm Ulm klar mit 76:61 (41:24). Der dritte Teilnehmer an der Pokal-Endrunde wird am Dienstag zwischen den Telekom Baskets Bonn und der BG Göttingen ermittelt. Das Top Four findet am 11. und 12. April in Oldenburg statt. Ausrichter EWE Baskets ist automatisch qualifiziert.

Die beiden großen Kontrahenten ALBA und Bayern lieferten sich von Beginn an einen erbitterten Pokal-Fight. Die Gäste erwischten den etwas besseren Start und lagen nach zehn Minuten mit 19:14 vorne. Im zweiten Viertel setzte sich das Team von Trainer Svetislav Pesic zwischenzeitlich auf elf Zähler ab, zur Pause lagen die Bayern mit sieben Zählern vorne.

Doch nach dem Seitenwechsel fanden die Berliner besser in die Partie und führten plötzlich mit 44:41. Allerdings hatte die Aufholjagd viel Kraft gekostet, so dass die Münchner der Partie noch einmal eine Wendung geben konnten und vor dem Schlussabschnitt mit 54:48 in Front lagen. Dort setzte sich das Starensemble von der Isar sogar bis auf 61:53 ab, aber dann verloren die Bayern plötzlich den Faden. Die Berliner machten vor 11 678 Zuschauern 13 Punkte in Serie und drehten die Partie doch noch zu ihren Gunsten.

«Wir hatten eigentlich alles im Griff», sagte Bayerns Aufbauspieler Heiko Schaffartzik nach der Partie bei telekombasketball.de frustriert. «Am Ende haben wir die wichtigen Würfe getroffen», meinte ALBAs Niels Giffey. Bester Berliner Werfer war Jamel McLean mit 19 Punkten. Bei Bayern kam Dusko Savanovic auf 15 Zähler.

Bamberg hatte in Ulm nur zu Beginn ein paar Schwierigkeiten. Die in der Liga seit zwölf Spielen ungeschlagenen Franken erwischten einen Fehlstart und lagen schnell mit 2:11 zurück. Doch dann fingen sich die Gäste und machten bereits vor der Pause alles klar. Bis zur Halbzeit hatten sich die Brose Baskets auf 17 Zähler abgesetzt und ließen auch nach der Pause nichts mehr anbrennen. Bester Werfer war Nationalspieler Daniel Theis mit 17 Punkten.