Ärzte äußern sich zu Vierlingsgeburt von 65-Jähriger

Etwa eine Woche nach der Geburt von Vierlingen informieren die behandelnden Ärzte an der Berliner Charité heute über den Zustand der Kinder und der 65 Jahre alten Mutter.

Ärzte äußern sich zu Vierlingsgeburt von 65-Jähriger
Jörg Carstensen Ärzte äußern sich zu Vierlingsgeburt von 65-Jähriger

Die drei Jungen und ein Mädchen kamen 14 Wochen zu früh per Kaiserschnitt zur Welt und werden in Brutkästen versorgt. Weiter wurde bisher lediglich bekannt, dass sich die Mutter bereits erholt habe. Experten befürchten mögliche Folgeschäden für die Frühchen.

Die Lehrerin Annegret R. hatte sich in der Ukraine aus Eizell- und Samenspenden im Labor gezeugte Embryonen einpflanzen lassen. Sie ist jetzt 17-fache Mutter und 7-fache Großmutter. Den späten Kinderwunsch hatte sie damit begründet, dass sich ihre neunjährige Tochter Lelia ein Geschwisterchen gewünscht habe. Die übrigen zwölf Kinder sind erwachsen.

Das Bekanntwerden der Schwangerschaft hatte im April bundesweit Aufsehen erregt. Mediziner kritisierten das Verhalten als riskant und verantwortungslos. Mehrlinge kommen fast immer vor dem Geburtstermin zur Welt, ihr Risiko für damit verbundene Gesundheitsschäden ist deshalb höher.

«Die vier Kinder werden nicht alle gesund nach Hause gehen», hatte etwa Mario Rüdiger, Spezialist am Uniklinikum Dresden, gesagt. Chronische Probleme drohten vor allem bei Lunge, Darm, Augen und Gehirn. Die Ärzte der Geburtsklinik von Annegret R. hatten sich zunächst nicht zum Zustand der Frühchen geäußert. Sie wogen bei der Geburt zwischen 655 und 960 Gramm.