CSU-Politiker fordert Stopp der EZB-Notkredite für Athen

Der Vorsitzende der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, hat nach dem Scheitern der Griechenland-Verhandlungen einen sofortigen Stopp der EZB-Notkredite (ELA) für das Krisenland verlangt.

«Mit dem Ende weiterer Hilfen steht im Fall Griechenland die Staatspleite unmittelbar bevor», sagte Michelbach nach Angaben seiner Partei. Die Europäische Zentralbank dürfe keine weiteren Kredite an Griechenland auszahlen. «Um einen vollständigen Zusammenbruch des griechischen Banksystems zu verhindern, müssen jetzt strikte Kapitalmarktverkehrskontrollen für Griechenland eingeführt werden», verlangte Michelbach.

Die EZB hatte zuletzt die Obergrenzen der Notkredite immer wieder erhöht und damit die griechischen Banken weiter mit Zahlungen unterstützt. Seit Mittwoch liegt das Niveau bei knapp 90 Milliarden Euro. Die Lage der Banken in Griechenland ist dramatisch. Die Liquiditätshilfen sind nötig, weil Verbraucher und Unternehmen viel Geld von ihren Konten abheben, um es bei einem Zusammenbruch der Banken nicht zu verlieren.