Demonstranten wollen Freiheit für Al-Dschasira-Journalisten

Rund 200 Menschen haben in Berlin die Freilassung des festgenommenen Al-Dschasira-Journalisten Ahmed Mansur gefordert.

Demonstranten wollen Freiheit für Al-Dschasira-Journalisten
Paul Zinken Demonstranten wollen Freiheit für Al-Dschasira-Journalisten

«Freiheit für Ahmed Mansur, Freiheit für Ägypten, Freiheit für Journalisten», skandierten sie am Sonntag bei einer Kundgebung vor dem Bereitschaftsgericht in Berlin-Tempelhof.

Die Demonstranten hielten Schilder hoch, auf denen etwa «Stop dem Blutfluss in Ägypten» stand oder «Der legitime Präsident von Ägypten» - über dem Konterfei des abgesetzten ehemaligen Präsidenten Mohammed Mursi von der Muslimbruderschaft. Einige Teilnehmer, darunter viele Frauen und Kinder, hatten sich den Mund mit Paketband zugeklebt.

«Frau Merkel, zwingen Sie uns nicht zu entscheiden, ob wir gute Bürger bleiben oder unser Recht in die eigenen Hände nehmen», sagte Hussein Badimy, Vorstandsmitglied des Veranstalters, der Deutsch-Ägyptischen Union für Demokratie. Er warf der Bundesregierung vor, sie habe sich von Ägypten mit einem Handelsvertrag in Höhe von acht Milliarden Euro bestechen lassen.

Ein Anwalt Mansurs, Fazli Altin, verlangte vor dem Gerichtsgebäude die sofortige Freilassung des Journalisten. Dieses «Theater» müsse aufhören, sagte er. «Weil das mit Rechtsstaatlichkeit nichts mehr zu tun hat, sondern das ist einfach nur ein offensichtliches Politikum.»