Deutsche Sprachlern-App will mit Investition USA erobern

Die Berliner Macher der Sprachlern-App Babbel wollen mit 22 Millionen Dollar von Investoren im US-Markt durchstarten.

«Die regionale Erweiterung in den USA ist der Fokus», sagte Mitgründer und Chef Markus Witte der Deutschen Presse-Agentur. Zudem solle das Geld in Produkt-Innovationen und den Ausbau des Teams fließen.

Das Geld kommt vor allem von der Finanzfirma Scottish Equity Partners sowie einigen bisherigen Investoren. Bei der Auswahl des Geldgebers sei für Babbel ein langfristiges Engagement besonders wichtig gewesen, betonte Witte. «Mit einem großen Namen kommt man schneller zu einem Börsengang oder Verkauf, aber das ist nicht unser Plan: Wir wollen erst einmal ordentlich wachsen, bevor wir über so etwas überhaupt nachdenken.»

Zugleich sei es nicht immer einfach, die Investoren für einen Angriff im Heimatland der Internet-Schwergewichte zu gewinnen, sagte Witte. «Eine Europäische Firma will in den USA noch um Größenordnungen wachsen – da gibt es schon einige, die sagen: Wie soll denn das gehen?» Babbel sehe jedoch gute Fortschritte im US-Geschäft.

Insgesamt holte sich das Startup in drei Finanzierungsrunden rund 35 Millionen Dollar bei Investoren - die aktuelle Geldspritze ist also mit Abstand die Größte. Babbel arbeitet nach eigenen Angaben bereits seit 2011 profitabel.