Erster nationaler Gedenktag für Vertriebene

Deutschland erinnert heute erstmals mit einem bundesweiten Gedenktag an die Opfer von Flucht und Vertreibung. Bundespräsident Joachim Gauck hält bei einer Gedenkstunde im Deutschen Historischen Museum in Berlin die zentrale Ansprache.

Erster nationaler Gedenktag für Vertriebene
Wolfgang Kumm Erster nationaler Gedenktag für Vertriebene

Auch Innenminister Thomas de Maizière (CDU) spricht dort. Vor knapp einem Jahr hatte die Bundesregierung beschlossen, den 20. Juni zum nationalen Gedenktag für Vertriebene zu machen - und diesen an den Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen zu koppeln. In Deutschland soll aber insbesondere auch an die deutschen Vertriebenen in Folge des Zweiten Weltkrieges erinnert werden.

Der Umgang mit der Erinnerung an die Vertreibung aus ehemaligen deutschen Siedlungsgebieten in Osteuropa hatte lange für hitzige Debatten gesorgt. Der Bund der Vertriebenen forderte jahrelang einen eigenen Gedenktag. Er vertritt die Interessen von 14 Millionen im Zweiten Weltkrieg vertriebenen Menschen und ihren Nachkommen.