Grüne und Linke wettern gegen «Fracking-Ermöglichungsgesetz»

Grüne und Linke pochen auf ein Verbot der umstrittenen Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten in Deutschland. «Fracking ist die neue Eskalationsstufe der fossilen Energiegewinnung», sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Oliver Krischer, im Bundestag.

Die Bundesregierung plane zum Schaden von Mensch und Umwelt ein «Fracking-Ermöglichungsgesetz». «Man muss kein Prophet sein, dass die USA diesen kurzfristigen Gasboom noch teuer bezahlen», sagte er mit Blick auf die dort großflächig angewandte Technologie. «Dass sie im wörtlichen Sinne, den Giftmix ausbaden oder im schlimmsten Falle austrinken müssen.» Das wolle man für Deutschland nicht, so Krischer.

Die Bundesregierung will die Technologie unter strengen Auflagen und unter Ausschluss sensibler Gebiete erproben lassen und schließt auch eine spätere kommerzielle Nutzung nicht aus. Dabei wird mit Quarzsand und Chemikalien vermischtes Wasser unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst, mit Hilfe von Querbohrungen wird das Gestein großflächig aufgebrochen, damit das Gas entweichen kann.

«Wir könnten 13 Jahre eine Vollversorgung aus heimischen Quellen sicherstellen», betonte der CDU-Wirtschaftspolitiker Joachim Pfeiffer. Der Linken-Umweltpolitiker Hubertus Zdebel warnte hingegen vor verheerenden Folgen und Risiken: «Fracking ist eine Gefahr für Mensch und Natur. Fracking verunreinigt das Grund- und Trinkwasser durch Chemikalien, aufsteigendes Methan und Lagerstättenwasser.»