Hohes Quotentief für das DFB-Pokalfinale

TV-König Fußball: das DFB-Pokalfinale mit dem 3:1-Sieg des VfL Wolfsburg über Borussia Dortmund hat am Samstag das Quotenrennen gewonnen, aber im Vergleich zu den Vorjahren ein Quotentief erreicht.

Hohes Quotentief für das DFB-Pokalfinale
Michael Kappeler Hohes Quotentief für das DFB-Pokalfinale

Im Schnitt 11,97 Millionen sahen die ARD-Übertragung ab 20 Uhr, was 40,7 Prozent Marktanteil entsprach. Damit liegt die Zuschauerzahl sogar unter manchem Sonntagskrimi-Wert. Zuletzt hatte etwa der Münster-«Tatort» mehr als 13 Millionen vor den Bildschirm gelockt - am Sonntagabend stand wieder ein Krimi mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers im ARD-Programm an.

Ab 20.15 Uhr lagen die anderen Sender aber weit hinter dem Pokalfinale: Am besten schnitt noch das ZDF ab mit dem alten Fall «In dieser Nacht» aus der Reihe «Stubbe - Von Fall zu Fall» und 3,73 Millionen (12,5 Prozent). RTL kam mit der Comedyshow «Life! - Dumm gelaufen» mit Kaya Yanar (Folge 21) auf 1,87 Millionen (6,3 Prozent).

Der Actionthriller «Paycheck - Die Abrechnung» bei ProSieben holte 1,35 Millionen Zuseher (4,6 Prozent), die US-Komödie «Meine Frau, unsere Kinder und ich» mit Ben Stiller bei Sat.1 etwa 930 000 (3,1 Prozent) und die 20.15-Uhr-Folge «Navy CIS» bei Kabel eins 890 000 (3,0 Prozent).

Das Erste hatte mit Abstand die meisten Zuschauer: Die «Tagesschau» in der Pokalfinale-Halbzeit sahen 11,14 Millionen (37,2 Prozent). Dennoch liegt die starke Zuschauerzahl von fast 12 Millionen deutlich unter den Quoten in den vergangenen Jahren. Ohne den FC Bayern ist das Interesse offensichtlich geringer.

Im vergangenen Jahr hatte das Finale München-Dortmund (2:0) die Pokal-Rekordquote von etwa 14,3 Millionen für die ARD. Im Jahr 2013 sahen etwa 12,6 Millionen in der ARD das Spiel München-Stuttgart (3:2), vor drei Jahren im ZDF gut 13,5 Millionen den 5:2-Sieg von Dortmund über den FC Bayern München.