Ohne Neuer, Müller, Kroos: Löw holt Herrmann ins DFB-Team

Joachim Löw verzichtet in den letzten zwei Länderspielen der Saison auf die Weltmeister Manuel Neuer, Thomas Müller und Toni Kroos.

Dafür plant der Bundestrainer für die Testpartie gegen die USA am 10. Juni in Köln und für das EM-Qualifikationsspiel drei Tage später in Faro gegen Gibraltar mit Länderspiel-Neuling Patrick Herrmann von Borussia Mönchengladbach. Weltmeister Erik Durm (Borussia Dortmund), Antonio Rüdiger (VfB Stuttgart) und Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen) kehren ins Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurück.

Neben dem Münchner Neuer bekommen auch dessen stark belasteter Vereinskollege Müller und Toni Kroos von Real Madrid von Löw eine Pause. «Diese Entscheidung habe ich auch mit Blick auf die vor uns liegende Saison getroffen, an deren Ende im Sommer 2016 die Europameisterschaft in Frankreich stehen soll», unterstrich Löw.

Der Schalker Weltmeister Benedikt Höwedes kann wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht mitwirken. «Ich bin sicher, dass wir auch ohne diese Spieler genug Qualität in der Mannschaft haben, um die Spiele gegen die USA und Gibraltar erfolgreich zu gestalten», sagte der DFB-Chefcoach. Löw nominierte 20 Spieler, darunter 13 Weltmeister, die sich am 7. Juni in Köln treffen. Marco Reus (Dortmund) und Julian Draxler (Schalke 04) wurden zunächst auf Abruf nominiert.

Der Verzicht auf Welttorhüter Neuer hat medizinische Gründe. «Unser Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt hat mich darüber informiert, dass Manu derzeit nicht schmerzfrei trainieren und spielen kann. Er hat mehrere Blessuren, die in den nächsten Wochen behandelt werden müssen», sagte der Bundestrainer.

Im heißen Herbst zum Abschluss der EM-Qualifikation soll Neuer «wieder topfit zur Verfügung stehen». Mit zehn Punkten liegt der Weltmeister in der Ausscheidungs-Gruppe D für die EM 2016 in Frankreich derzeit hinter Polen und Schottland mit zehn Punkten nur auf Rang drei, der am Ende sogar die Relegation bedeuten könnte.

Der 24 Jahre alte Gladbacher Herrmann hatte schon im März 2013 einmal zum Kader des Nationalteams gehört, war aber im WM-Qualifikationsspiel gegen Kasachstan nicht zum Einsatz gekommen.