Omaha Beach bis Reichstag: Schauplätze vom Kriegsende

Spätestens mit der Landung der Alliierten in der Normandie begann nach heutigem Wissen das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

In weniger als einem Jahr bezwangen danach Briten und US-Amerikaner im Westen und die Rote Armee der Sowjetunion im Osten Adolf Hitlers Wehrmacht. Eine Auswahl der Erinnerungsorte:

- Omaha Beach: Dort, wo 6. Juni 1944 in der Normandie die Operation «Overlord» als größtes Landemanöver der Geschichte begann, liegen heute Überreste der «Mulberry-Häfen»: Rampen, die am Strand der Landung dienten. Bunkeranlagen zeichnen das Landschaftsbild.

- Reims: In der Stadt im Nordosten Frankreichs erinnert das Museum der Kapitulation an das Kriegsende. In der einstigen Schule besiegelte General Alfred Jodl am 7. Mai 1945 das Kriegsende.

- Gedenkstätte Seelower Höhen: Das Museum im brandenburgischen Seelow zeichnet mit Objekten, Waffen, Filmen und Dokumenten die größte Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden nach, die mit dem Fall Berlins endete.

- Landsberger Allee 563: Das Haus in Berlin-Mahrzahn gleich hinter der Stadtgrenze erreichten die sowjetischen Truppen unter der Führung des späteren Stadtkommandanten Nikolai Bersarin als erstes in der deutschen Hauptstadt. Ein Sowjetstern ehrt an der Brandmauer die Rote Armee.

- Flensburg: Die Marineschule im Stadteil Mürwik war im Mai 1945 Sitz von Hitler-Nachfolger Karl Dönitz. Im Polizeipräsidium wurden später Dönitz, Generaloberst Alfred Jodl und Rüstungsminister Albert Speer festgenommen. Über den Reichssender Flensburg wurde das Kriegsende verkündet. Dort sind heute ein Hotel und eine Bank untergebracht.

- Topographie des Terrors: Auf dem Gelände des heutigen Dokumentationszentrums in Berlin befanden sich die Zentralen von SS, Gestapo und Reichssicherheitshauptamt.

- Reichstag: Am 2. Mai 1945 eroberte die Rote Armee das Gebäude im Berliner Zentrum. Sowjetische Soldaten kritzelten ihre Namen und Botschaften in die Mauern - eine Spur, die zum Teil noch erhalten ist.

- Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst: Im einstigen Offizierskasino wurde am 8. Mai 1945 die Kapitulation auch gegenüber der Sowjetunion unterzeichnet. Von 1945 bis 1949 diente das Haus der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland.