Pechstein kontert ISU-Attacke: «Kranke Denkweise»

Claudia Pechstein hat die heftigen Attacken des Eislauf-Weltverbandes ISU mit harschen Worten zurückgewiesen.

Pechstein kontert ISU-Attacke: «Kranke Denkweise»
Andreas Gebert Pechstein kontert ISU-Attacke: «Kranke Denkweise»

«Die ISU-Bosse leben in ihrer eigenen Welt. Eine Welt, in der Fairplay nur eine leere Phrase ist und rechtsstaatliche Grundsätze keine Rolle spielen», erklärte die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin. Die ISU ließe «verlauten, es gäbe keinen Beweis dafür, dass ich nicht gedopt habe. Auf solch einen kranke Denkweise muss man erstmal kommen. Man stelle sich vor, ein Angeklagter würde von einem ordentlichen Gericht als Autodieb verurteilt, weil es keinen Beweis dafür gibt, dass er das Auto nicht geklaut hat», meinte sie.

Die ISU hatte vor dem Prozess am Bundesgerichtshof um 4,4 Millionen Euro Schadenersatz den Ton verschärft und behauptet, dass viele der von Pechstein veröffentlichten Aussagen «falsch und irreführend» seien. «Pechstein ist nicht rehabilitiert», schreibt die ISU.

Auch der gleichfalls von der ISU angegriffene Chef der DOSB-Expertenkommission Wolfgang Jelkmann und der DOSB verwahrten sich gegen die Kritik. «Es ist absolut unsauber, was die ISU hier macht», sagte Jelkmann. «Alle Einzelgutachten von unabhängigen Experten sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Doping-Nachweis auf diesem Weg nicht geführt werden kann», sagte DOSB-Sprecher Christian Klaue.