Richtfest für Berliner Schloss - Bau im Terminplan

Zwei Jahre nach Baubeginn ist am Berliner Stadtschloss Richtfest gefeiert worden. Bauarbeiter setzten am Freitag dabei die Richtkrone auf die Kuppel des Rohbaus.

Das Schloss soll von 2019 an mit dem Namen Humboldtforum ein Kunst- und Kulturzentrum werden. Unter anderem sollen dort die außereuropäischen Sammlungen der Berliner Museen unterkommen. Am diesem Wochenende öffnet die Baustelle zu Tagen der Offenen Tür für Besucher.

Mit dem wiederaufgebauten Schloss erhalte die Berliner Mitte ihr städtebauliches Gleichgewicht zurück, erklärte Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD). Der größte Kulturbau der Bundesrepublik liege im Kosten- und Terminplan. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte, mit seiner Ausstellung solle das Humboldtforum Berlins Tor zur Welt werden.

2007 hatte der Bundestag beschlossen, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte und von der DDR gesprengte Berliner Schloss mit drei historischen Fassaden wieder aufzubauen. Mit der Rekonstruktion der einstigen Preußen-Residenz für 590 Millionen Euro wurde der Italiener Franco Stella nach einem Architekten-Wettbewerb beauftragt. Den Großteil der Kosten trägt der Bund. 105 Millionen Euro für die barocken Fassaden und den Schmuck der Kuppel müssen durch Spenden hereinkommen.