Schäuble will sich vor Euro-Sitzung äußern

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will sich unmittelbar vor dem von 15.00 Uhr an geplanten Krisentreffen der Euro-Finanzminister in Brüssel erstmals zu den neuen Sparvorschlägen aus Griechenland äußern.

Der Minister werde bei seinem Eintreffen eine Einschätzung der Lage geben, hieß es am Samstag in Berlin. Das Ergebnis der Diskussion im Kreis der Euro-Finanzminister sei völlig offen. Die Debatte in der Ministerrunde sei wichtig, Schäuble werde dieser Diskussion nicht vorgreifen.

Zu einem Bericht der «Bild»-Zeitung, nach dem Schäuble die Athener Pläne für nicht ausreichend halte und gegen weitere Gespräche sei, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aber neuen Verhandlungen zustimmen wolle, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Schäuble stimme sich permanent mit der Kanzlerin ab. Man könne nicht von Differenzen sprechen. Die Tatsache, dass Schäuble Merkel an diesem Sonntag zu den Sondergipfeln der Eurostaaten und der EU-Länder begleiten werde, zeige, dass beide das Thema zusammen betreuten.

Die «Bild»-Zeitung zitierte eine «einflussreichen Beamten» mit Blick auf die jüngsten griechischen Vorschläge mit den Worten: «Das Papier ist eine Lachnummer.» Der Ministeriumssprecher sagte, dies spiegele nicht die Meinung des Finanzministeriums wieder.