Studie: Deutsche sind offen für digitales Gesundheitswesen

Smartphone-Apps und Internet-Dienste spielen in der Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland eine wachsende Rolle.

Studie: Deutsche sind offen für digitales Gesundheitswesen
Stephan Jansen Studie: Deutsche sind offen für digitales Gesundheitswesen

In einer repräsentativen Umfrage, die von der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegeben wurde, erklärten drei Viertel der Befragten, dass sie vorwiegend oder ausschließlich im Internet nach Gesundheitsinformationen suchen. Mehr als jeder Zweite (52 Prozent) gab an, mit einem Arzt über das Internet in Kontakt treten zu wollen.

Bei der digitalen Kommunikation mit der Arztpraxis steht die Terminvereinbarung klar an erster Stelle (98 Prozent). 81 Prozent der Online-Interessierten würde gerne regelmäßige Rezepte digital erhalten, 69 Prozent können sich vorstellen, gesundheitsbezogene Messwerte im Krankheitsfall über das Netz zu übermitteln. Allerdings können sich nur 36 Prozent aller Befragten vorstellen, «online ihre Gesundheit zu organisieren». Nur 16 Prozent haben «hohes Interesse» an einer «Online-Gesundheitsakte», also einen besonders geschützten Bereich im Internet, in dem gesundheitsbezogene Dokumente gespeichert und eingesehen werden können.

Nach Einschätzung der Techniker Krankenkasse ist der Trend zu tragbaren Minicomputern («Wearables») und das Aufzeichnen von Fitness- und Gesundheitsdaten («Selftracking») keine bloße Spielerei mehr, sondern stärke «den selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Umgang mit der Gesundheit». Die Kasse beruft sich dabei auf eine Studie des Universitätsklinikums Freiburg, bei der Medizin-, Gesundheits- und Lifestyle-Apps unter die Lupe genommen wurden.