Studie: Viele Eltern lassen Kindern freie Hand im Internet

Rund die Hälfte der Eltern in Deutschland stellt ihren Kindern laut einer Studie keine Regeln zur Internet-Nutzung auf. In knapp jeder dritten Familie werde auch nicht festgelegt, welche Inhalte sie sich im Netz ansehen dürfen.

Nach Einschätzung der Eltern verbringen 28 Prozent der Kinder mehr als die Hälfte ihrer Online-Zeit mit Chats und Messengern.
Jens Wolf Nach Einschätzung der Eltern verbringen 28 Prozent der Kinder mehr als die Hälfte ihrer Online-Zeit mit Chats und Messengern.

Nach einer am Montag veröffentlichten Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit verbringt im Schnitt jedes Vierte Kind im Alter zwischen 12 und 17 Jahren an einem gewöhnlichen Wochentag rund eine Stunde im Internet, bei 29 Prozent sind es zwei Stunden. Am Wochenende sei jeder Fünfte sechs Stunden oder länger im Netz. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Sommer 1000 Eltern in Deutschland.

Die populärsten Aktivitäten sind der Studie zufolge das Ansehen von Videos und Online-Spiele. Nach Einschätzung der Eltern verbringen jeweils rund 29 Prozent der Kinder damit mehr als die Hälfte ihrer Online-Zeit. Für 28 Prozent seien das Chats und Messenger. Bei rund der Hälfte der Eltern verbringt das Kind mehr Zeit online als es sich vorgenommen hatte. Gut ein Fünftel der Eltern (22 Prozent) gaben an, ihr Kind fühle sich ruhelos, launisch, niedergeschlagen oder gereizt, wenn es versuche, das Internet weniger zu nutzen oder damit ganz aufzuhören.