Teure Mietwagen, lange Staus: Der Bahnstreik in Zahlen

Tausende Bahnfahrten, Millionen Pendler - und trotzdem null Einigung. Im Tarifkonflikt zwischen Bahn und GDL stecken eine Menge Zahlen. Ein Überblick:

Teure Mietwagen, lange Staus: Der Bahnstreik in Zahlen
Soeren Stache Teure Mietwagen, lange Staus: Der Bahnstreik in Zahlen

NULL EINIGUNG gab es im Tarifkonflikt bislang - abgesehen von einer Einmalzahlung von 510 Euro für 2014.

EINE STUNDE am Bahnsteig gewartet? Dann gibt es einen Teil des Fahrpreises zurück. Außerdem dürfen Fahrgäste bei Verspätungen oder Ausfällen auch auf andere Züge ausweichen.

9 TAGE liegen gerade mal zwischen dem Ende des vorigen Streiks und dem Beginn des aktuellen. Die Lokführer legen nun bereits das neunte Mal ihre Arbeit nieder.

13 PROZENT teurer waren Mietwagen beim vergangenen Bahnstreik. An Bahnhöfen und in Großstädten stieg der Preis teils sogar um 100 Prozent. Auch die Preise für Fernbustickets schnellten nach oben.

43 MINUTEN lang steckten die Autofahrer in den zehn längsten Staus beim vergangenen Streik fest. Für ihren Weg mussten sie insgesamt 20 Prozent mehr Zeit einrechnen.

100 EURO STREIKGELD bekommen die GDL-Mitglieder aus der Streikkasse der Gewerkschaft mittlerweile am Tag. Zuvor waren es zunächst 50, dann 75 Euro. Einen Verlust machen die streikenden Lokführer trotzdem.

23 500 FAHRTEN macht die Bahn täglich im Regional- und S-Bahnverkehr. Dazu kommen Verbindungen auf 28 ICE-Strecken und 18 IC-Linien.

160 000 EISENBAHNER gibt es, für die GDL und die konkurrierende Gewerkschaft EVG die Arbeitsbedingungen aushandeln möchten. Dazu gehören neben den Lokführern unter anderem auch Zugbegleiter und Reinigungskräfte.

6 MILLIONEN PENDLER fahren täglich mit der Bahn von ihrem Wohnort zur Arbeit. Sie müssen sich nun erneut nach Alternativen umsehen.

EINE MILLIARDE EURO SCHADEN drohe der Deutschen Wirtschaft durch alle neun Streiks zusammen. Das meint Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK).

UNENDLICH LANGE wird der Bahnstreik wohl auch diesmal nicht dauern. Wann Schluss sein soll, ließ die GDL aber trotzdem erst einmal offen.