Wahlbeteiligung in Bremen so niedrig wie selten zuvor

Mit um die 50 Prozent ist die Beteiligung an der Bürgerschaftswahl in Bremen so niedrig wie selten zuvor. Bezogen nur auf Westdeutschland ist es sogar die niedrigste Beteiligung seit Gründung der Bundesrepublik.

Bereits bei der vorangegangenen Wahl 2011 war sie auf den bis dahin niedrigsten Stand in der Hansestadt gesunken: von 57,5 (2007) auf 55,5 Prozent.

Bei Bundestagswahlen ist das Interesse noch relativ hoch; die Wahlbeteiligung liegt dort stets über 70 Prozent. Bei Landtagswahlen aber lässt es aber schon seit Jahren nach.

Die bundesweit niedrigste Beteiligung an einer Landtagswahl gab es 2006 in Sachsen-Anhalt. Dort stimmten lediglich 44,4 Prozent der Wahlberechtigten ab. Zwei weitere Male waren es unter 50 Prozent, beide Male im vergangenen Jahr: in Brandenburg mit 47,9 Prozent und in Sachsen mit 49,1 Prozent.

Unter den westdeutschen Ländern verzeichnete Baden-Württemberg bei der Landtagswahl 2006 mit 53,4 Prozent die bisher niedrigste Beteiligung.