Berliner Lichtgrenze neu befüllt - rund 30 Stelen gestohlen

Am Bethaniendamm in Berlin-Kreuzberg hat ein Unbekannter sie sorgfältig auf einen Ballon der Lichtgrenze zum 25. Mauerfall-Jubiläum geschrieben, die berühmten Worte von Walter Ulbricht: «Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten».

Die Aufschrift mit Filzschreiber habe den Ballon aber nicht beschädigt, berichtete Gabriele Miketta, Pressesprecherin der Kulturprojekte Berlin, am Sonntagmorgen. Andere Ballons platzten dagegen schon: «Gerade am Bethaniendamm gingen mehr Ballons kaputt als der normale Schwund», sagte Mikutta.

An der Bornholmer Brücke seien zudem rund 30 Stelen vermutlich gestohlen worden, sie seien «einfach verschwunden». Drei Stelen an anderer Stelle seien umgeknickt. Alle Verluste seien jedoch am Sonntag rechtzeitig ersetzt worden. Insgesamt seien die Ausfälle noch eher gering. Am Morgen waren alle Stelen neu mit knapp 7000 - nun heliumgefüllten - Ballons ausgestattet, die am Abend in die den Nachthimmel aufsteigen sollten.

Seit Freitagabend zeichnen die Ballons den einstigen Verlauf der Mauer in Berlin nach und haben sich zu einem gewaltigen Besuchermagneten entwickelt. Der Aufstieg der Ballons sollte am Sonntag um 19.20 Uhr am Brandenburger Tor beginnen und etwa eine halbe Stunde dauern. Mit einem kleinen Hebel, der von außen in den Fuß eines Ständers gesteckt wird, lösen sogenannte Ballonpaten die Halterung, woraufhin die Heliumballons entschweben können.