Bescheidener Müller wird für HSV immer wichtiger

Nicolai Müller ist kein Lautsprecher. Auch nach seinem ersten Doppelpack (58./75. Minute) für den Hamburger SV ist der 28-Jährige in den Katakomben des Volksparkstadions schwer zu verstehen.

Bescheidener Müller wird für HSV immer wichtiger
Daniel Reinhardt Bescheidener Müller wird für HSV immer wichtiger

«Schon geil, zwei Tore gemacht zu haben. Es läuft gut», sagte der Rechtsaußen nach seinen wichtigen Treffern zum 2:0 (0:0) am Sonntag gegen Angstgegner Hertha BSC. Die Saisontore sechs und sieben sind der Durchbruch des schon als Enttäuschung abgestempelten Flügelspielers. Sein Geheimnis: «Ich fühle mich gut, ich bin topfit.» In jedem Training gebe er Gas.

Als er im Sommer 2014 für 4,5 Millionen Euro vom FSV Mainz 05 kam, hatte Müller große Anlaufschwierigkeiten. Mit viel Geduld mauserte sich der zweimalige Nationalspieler zum besten Hamburger Saison-Torschützen vor Pierre-Michel Lasogga (6 Tore). «Nikolai hat einen Lauf. Das kann gerne so weitergehen. Dass er trifft, ist wichtig für uns», sagte Regisseur Aaron Hunt. Und Keeper René Adler lobte: «Wenn bei uns momentan einer Tore macht, dann ist es der Nico. Er macht nicht nur die Tore, sondern arbeitet auch mit nach hinten.»

Sein wichtigstes Tor erzielte der bescheidene Müller aber im Juni: Der Chilene Marcelo Diaz hielt den HSV in der Relegation in Karlsruhe per Freistoß am Leben, Müller vollendete die Rettung des «Dinos».