Bestürzung im Heimatort des Copiloten

In der Heimatstadt des Copiloten hat die Nachricht, dass der 28-Jährige den Germanwings-Airbus mit 150 Menschen an Bord offensichtlich mit Absicht in die Katastrophe gesteuert hat, große Bestürzung ausgelöst.

Bestürzung im Heimatort des Copiloten
Fredrik von Erichsen Bestürzung im Heimatort des Copiloten

Eine Nachbarin im rheinland-pfälzischen Montabaur sagte der dpa: «Das kam für mich wie ein Schlag ins Gesicht. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Das ist tragisch.» Sie habe keinen Kontakt zu dem Copiloten gehabt. «Aber wenn es Nachbarn sind, berührt es einen ganz besonders, egal wie gut man sich kennt. Ich denke ständig daran.»

Die Polizei hat in der Straße, die zum Elternhaus des Mannes führt, Einsatzfahrzeuge quergestellt, um Autos an der Durchfahrt zu hindern. In der Gegend sind mehrere Kamerateams unterwegs und versuchen, mit Nachbarn zu sprechen. Die Bewohner der Straße haben sich jedoch in ihre Häuser zurückgezogen. Einige schauten hinter Gardinen oder halb heruntergelassenen Läden nach draußen.

Der Fliegerverein LSC Westerwald hatte bereits am Mittwoch eine Traueranzeige für den Copiloten im Netz geschaltet. «Er konnte sich seinen Traum erfüllen, den Traum, den er jetzt so teuer mit seinem Leben bezahlte», heißt es darin.

Am Donnerstagnachmittag war die Webseite nur schwer zu erreichen. Der Co-Pilot des in Südfrankreich abgestürzten Germanwings-Flugs wird in der Anzeige lediglich Andreas genannt, es heißt aber, er sei als erster Offizier bei dem Flug im Einsatz gewesen. Er sei bereits seit seiner Jugend Mitglied in dem Verein gewesen.