BGH urteilt über grausamen Tod eines Münchners auf der A9

Der Bundesgerichtshof (BGH) will heute sein Urteil zum grausamen Tod eines Informatikers an der Autobahn Berlin-München (A9) verkünden.

Fünf Männer hatten den 39-Jährigen am 9. Januar 2012 auf einem Autobahnrastplatz in Sachsen-Anhalt überfallen, verschleppt und schwer misshandelt. Der Mann aus München starb in seinem Transporter.

Das Landgericht Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt hatte die Täter 2014
zu hohen Haftstrafen verurteilt, eine Tötungsabsicht aber nicht
als erwiesen gesehen. Dagegen ist die Familie des Opfers in Revision gegangen: Sie will eine Verurteilung wegen Mordes erreichen.

Auch die Verteidiger der Angeklagten haben Revision eingelegt. Sie wollen die Männer milder bestraft sehen (Az.: 4 StR 72/15). Beide Seiten hatten bei der mündlichen Verhandlung vor dem BGH im November dafür plädiert, das Landgerichtsurteil wegen Rechtsfehlern aufzuheben.