Bianchis F1-Kollegen: «Wir fahren auch für ihn»

Die Formel-1-Piloten widmen die Grand-Prix-Premiere in Russland ihrem schwer verunglückten Kollegen Jules Bianchi. «Wir fahren auch für ihn», betonte der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso auf einer Pressekonferenz in Sotschi.

«Es war eine wirkliche Katastrophe», meinte Vierfach-Champion Sebastian Vettel. Alle Piloten auf dem Podium waren auch vier Tage nach dem schrecklichen Unfall in Suzuka, bei dem sich Bianchi schwere Kopfverletzungen zugezogen hat, noch betroffen.

«Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden», sagte Adrian Sutil. Er hatte den Crash gesehen, nachdem er vor Bianchi an derselben Stelle von der Strecke abgekommen war. Der Franzose war danach mit seinem Marussia in den Bergungskran gerast. «Wir versuchen, professionell genug zu sein. Es berührt aber jeden», meinte Sutil.

Felipe Massa sprach sogar vom «schlimmsten Rennen in meinem Leben. Schlimmer, als das Rennen mit meinem eigenen Unfall», betonte der Brasilianer. Massa war 2009 in Ungarn im Ferrari verunglückt, als ihm bei voller Fahrt eine Metallfeder an den Helm gesprungen war. «Wir können nur jeden Tag an ihn denken», sagte Massa. Die Piloten wollen zudem mit einem Aufkleber mit Bianchis Startnummer 17 und der Aufschrift «Alle sind bei Jules» fahren.