Biathlon: Siege von Fourcade und Mäkäräinen in Östersund

Martin Fourcade hat auch das Verfolgungsrennen beim Biathlon-Weltcup in Östersund gewonnen.

Der zweimalige Olympiasieger aus Frankreich setzte sich über die 12,5 Kilometer trotz vier Strafrunden in 33:54,9 Minuten vor dem Russen Anton Schipulin (1 Schießfehler/10 Sekunden zurück) und dem Norweger Emil Hegle Svendsen (2/26,3) durch. Simon

Schempp (28,1) und Andreas Birnbacher (31,6) belegten mit jeweils einem Schießfehler die Plätze sechs und sieben. Zwar sprangen keine Podestplätze in den Einzelrennen heraus, aber die Richtung stimmt. «Nur keine Hektik, das wird schon», sagte Herren-Bundestrainer Mark Kirchner.

Am Fuße des Storsjön-Sees in der schwedischen Provinz Jämtland hatten die Zimmerkollegen Schempp und Birnbacher beim Verfolger bis zum letzten Schießen Platz drei im Visier, leisteten sich dann aber jeweils einen Fehler. «Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Ich habe gewusst, dass es noch in mir schlummert», meinte Birnbacher, der sich erst über den zweitklassigen IBU-Cup für das A-Team qualifizierte.

Bei den Frauen setzte sich Kaisa Mäkäräinen im Verfolgungsrennen durch. Die Finnin gewann über die zehn Kilometer trotz drei Strafrunden in 35:01,7 Minuten mit klarem Vorsprung vor Walj Semerenko aus der Ukraine und der Italienerin Dorothea Wierer. Beste deutsche Skijägerin war einmal mehr Franziska Hildebrand. Nach drei Schießfehlern schaffte sie als Zehnte im dritten Einzelrennen in Östersund ihren dritten Top-Ten-Platz.

Miriam Gössner musste bei ihrem letzten Rennen beim Comeback-Weltcup achtmal in die Strafrunde und beendete den Verfolgungs-Wettkampf auf Rang 51. «Ich bin erstmal froh, dass ich wieder dabei bin», resümierte die Garmischerin, deren Rückkehr schon ein Sieg ist.

Franziska Hildebrand überzeugte bei den Damen-Rennen mit drei verschiedenen Siegerinnen als Einzel-Sechste, Sprint-Neunte und Verfolgungs-Zehnte. «Mit dem Auftakt bin ich sehr zufrieden», sagte die 27-Jährige. Für die Nachwuchshoffnungen Franziska Preuß, Luise Kummer und Vanessa Hinz sowie Karolin Horchler wurde wie erwartet deutlich, dass die Weltspitze vor allem läuferisch noch weit weg ist.

Dennoch herrscht Zuversicht. «Dafür, dass wir im Sommer so kritisiert wurden, passt es schon ganz gut. Wir haben den Kampf angenommen und wollen vorne angreifen. Wir sind ein junge Team und es braucht eben Zeit», sagte Preuß, der in Zukunft noch viel zuzutrauen ist.