Bierbranche im Fokus der Wettbewerbshüter

Auf zahlreiche große Bierbrauer in Deutschland rollt möglicherweise eine Lawine von Geldbußen wegen illegaler Preisabsprachen zu. Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, bekräftigte erneut die Pläne der Behörde, das Verfahren noch im laufenden Jahr abzuschließen.

Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, wolle er sich dazu aber nicht näher äußern. Die in Medienberichten genannten Geldbußen nannte Mundt «reine Spekulation».

Elf Bierbrauer und ein regionaler Verband stehen bereits seit einiger Zeit im Visier des Kartellamtes. Die Behörde hatte 2011 ein Verfahren gegen die Firmen eingeleitet. Medienberichte zufolge sollen durch Absprachen unter anderem die Preise für 24 Biere zeitgleich angehoben worden sein. Unter den Betroffenen befinden sich die Hersteller von sogenannten Fernsehbieren. Darunter werden große überregionale Biermarken verstanden, die im Fernsehen beworben werden.

Ende Juni hatte Mundt dem Nachrichtenmagazin «Focus» gesagt, dass sich der Fall in einem fortgeschrittenen Stadium befinde und zum Jahresende beendet werden könnte.