«Biete Quartier und Hilfe»: Hochwasser-Solidarität im Netz

«Wir möchten auch unbedingt helfen, egal wie !!!!» - So oder so ähnlich lesen sich zahlreiche Beiträge auf der Webseite «Fluthilfe Grimma 2013», die die Stadtverwaltung erstellt hat. Zahlreiche Menschen bieten hier Schlafmöglichkeiten, tatkräftige Hilfe und Sachspenden an.

«Biete Quartier und Hilfe»: Bürger aus dem Umland möchten ganze Familien inklusive Haustier bei sich aufnehmen. «Wir haben ein Baby, Windeln usw. sind daher vorhanden», heißt es in einem Beitrag.

Das Internet - und besonders die Sozialen Netzwerke - werden zur Plattform digitaler Solidarität. Bei Facebook wurden zahlreiche Gruppen gegründet, über die sich Betroffene austauschen und Fotos hochladen. Von der Maus bis zum Pferd - die rund 700 Mitglieder der Gruppe «Suche und biete Platz für Hochwassertiere» bieten Ställe und Käfige für vierbeinige Flutopfer.

Auch bei Twitter ist das Hochwasser Top-Thema. Unter Hashtag #hochwasser finden Leser aktuelle Informationen, Fotos und Videos aus den betroffenen Regionen. Jugendherbergen, Universitäten, Bahnhöfe - beim Kurznachrichtendienst verkünden zahlreiche Twitterer, ob und wie sie trotz des Hochwassers noch zu erreichen sind. Auch Helfer werden dort gesucht, koordiniert oder bieten sich an. Eine offenbar Betroffene aus Gera schrieb Montagmittag: «30 h ohne Schlaf. So langsam schwinden die Kräfte.»