Billiger Sprit drückt Absatz von Kleinwagen

Sinkende Kraftstoffpreise in Deutschland sind einer Studie zufolge ein Hauptgrund für den nachlassenden Absatz spritsparender Kleinwagen.

Billiger Sprit drückt Absatz von Kleinwagen
Daniel Karmann Billiger Sprit drückt Absatz von Kleinwagen

«Die Zeiten, in denen von Kraftstoffpreisen von zwei Euro und mehr gesprochen wurde, sind vorbei. Wenn Benzin so billig ist, muss es nicht unbedingt ein Kleinwagen sein», heißt es in einer Analyse des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Darin wurden die Verkaufszahlen von Mini- und Kleinwagen seit 2006 mit dem Preistrend für Superbenzin in Beziehung gesetzt.

Ein Ergebnis der Untersuchung: «Während mit steigenden Kraftstoffpreisen bis 2010 die Anteile der Kleinwagen unter den Neuwagen-Zulassungen im deutschen Automarkt anstiegen, geht der Anteil der Kleinwagenverkäufe mit sinkenden Benzinpreisen zurück.»

Der Leiter des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen hält die Anreize zum Kauf kleiner Autos daher für schwächer. «Niedrige Kraftstoffpreise machen unsere Autos größer», meinte Dudenhöffer und verwies dabei auf den zunehmenden Absatz von Geländewagen und SUVs.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamt waren im September vor allem die günstigen Preise für Sprit und Heizöl Grund für die anhaltend geringe Inflation in Deutschland. Die Teuerung lag zuletzt bei 0,8 Prozent - dem tiefsten Stand seit gut viereinhalb Jahren.