Bitkom: «Spielekonsolen haben Schritt ins Wohnzimmer geschafft»

Spielekonsolen haben sich als Multimediazentralen einen festen Platz in Deutschland erobert.

Bitkom: «Spielekonsolen haben Schritt ins Wohnzimmer geschafft»
epa Andrew Gombert

Mehr als jeder vierte Bundesbürger im Alter ab 14 Jahren besitze hierzulande eine Spielekonsole, ergab eine repräsentative Umfrage des Branchenverbands Bitkom.

Und sie sind kein Männerspielzeug mehr: 30 Prozent der Männer besitzen demnach eine Konsole, bei den Frauen sind es immerhin 24 Prozent. «Spielekonsolen haben den Schritt aus dem Kinder- ins Wohnzimmer geschafft», sagte Bitkom-Hauptvorstand Christian Illek.

Eine der wichtigsten Ursachen für den Erfolg sieht der Bitkom in den Multimedia- und Online-Funktionen. 51 Prozent der Besitzer einer Konsole nutzten integrierte Online-Dienste, schauten Filme und hörten Musik.

Die heutigen Modelle seien zu Multimedia-Zentralen im vernetzten Wohnzimmer geworden, sagte Illek. Die anstehende neue Generation werde diesen Trend noch verstärken.

Sony und Microsoft wollen ihre nächsten Modelle, die Playstation 4 und die Xbox One, in diesem Jahr auf den Markt bringen. Microsoft gerät derzeit jedoch zunehmend in die Kritik von Datenschützern und Spielern wegen geplanter neuer Online-Funktionen.

Eine Internet-Verbindung soll für die Nutzung der Xbox One zwingend erforderlich sein. Vom Netz getrennt könne der Spieler die Konsole allenfalls 24 Stunden nutzen, teilte Microsoft am Freitag mit. Auch die Herkunft der Spiele, die ein Nutzer spielt, solle demnach ermittelt werden können.