Bittere Rückkehr von Kerber - Frühes Aus in Doha

Mit einer unerwarteten und am Ende schon peinlichen Pleite hat sich Angelique Kerber nach ihrem Australian-Open-Triumph auf der Tennis-Tour zurückgemeldet.

Kerber verlor in der zweiten Runde des WTA-Turniers in Doha 5:7, 1:6 gegen Zheng Saisai aus China. In der ersten Runde hatte der neue deutsche Star noch von einem Freilos profitiert.

Seit ihrem Grand-Slam-Sieg in Melbourne hatte Kerber nur noch im Fed Cup gegen die Schweiz gespielt und danach angeschlagen für das WTA-Turnier in Dubai in der Vorwoche abgesagt. Die Pause war der 28-Jährigen im Match gegen die Außenseiterin Zheng anzumerken. Gegen die Nummer 72 der Welt gab Kerber ihre ersten beiden Aufschlagspiele ab. Diese Rückstände konnte sie jeweils noch wettmachen, doch kurz nach dem nächsten Break von Zheng zum 5:6 war der erste Satz weg. Danach beriet sich Kerber auf dem Platz mit ihrem Trainer Torben Beltz.

Ohne Erfolg: Die topgesetzte Finalistin von 2014 mischte vor den nur spärlich besetzten Rängen gelungene druckvolle Schläge weiter mit vielen leichten Fehlern. Zudem zeigte Zheng gegen die Favoritin keinen Respekt, brachte viele Bälle zurück und suchte selbst mit aggressivem Spiel den Weg zum Erfolg.

Beim Stand von 1:3 im zweiten Satz schaute Kerber nach der nächsten verschlagenen Vorhand ratlos in Richtung Tribüne und Trainer. Danach ging gar nichts mehr bei der sonst so kampfstarken Kerber, die 38 Fehler produzierte - 30 mehr als Zheng. «Ich genieße diesen Moment. Ich habe mir ein paar neue Freunde gemacht», sagte die 22 Jahre alte Chinesin nach der 1:19 Stunden dauernden Partie.

Zuvor hatte Andrea Petkovic für einen deutschen Lichtblick gesorgt und war mit 6:3, 6:3 gegen die Russin Margarita Gasparjan in das Achtelfinale eingezogen. Die Hartplatz-Veranstaltung ist mit gut 2,8 Millionen Dollar dotiert.