Blackberry schließt Übernahme des «Merkel-Phone»-Anbieters ab

Der kanadische Smartphone-Konzern Blackberry hat die Übernahme des Verschlüsselungs-Spezialisten Secusmart abgeschlossen, der auch Handy-Gespräche der Bundesregierung absichert.

Blackberry schließt Übernahme des «Merkel-Phone»-Anbieters ab
Peter Steffen Blackberry schließt Übernahme des «Merkel-Phone»-Anbieters ab

Mit den Angeboten der Düsseldorfer Firma sollen die Blackberry-Dienste für Datensicherheit ausgebaut werden, erklärte Konzernchef John Chen am Freitag.

Blackberry hatte die Übernahme von Secusmart im Sommer angekündigt. Die Unternehmen beliefern gemeinsam deutsche Behörden mit sicheren Smartphones: Die Geräte kommen von Blackberry, Secusmart sorgt für die Verschlüsselung der Gespräche.

Von Anfang an hieß es, die Firma werde ihren Sitz in Düsseldorf behalten. Die Bundesregierung gab im November grünes Licht für den Deal.

Blackberry meldete am Freitag zugleich für das Ende November abgeschlossene dritte Geschäftsquartal erneut einen Verlust. Er fiel mit 158 Millionen US-Dollar aber deutlich niedriger aus als das Minus von 4,4 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.

Der Umsatz fiel um ein Drittel auf 793 Millionen Dollar. Chen versucht, den kanadischen Smartphone-Pionier mit einem Fokus auf das Geschäft mit Unternehmen aus der Krise zu führen.