Bombenentschärfung: Rund 20 000 Dortmunder evakuiert

Vor der Entschärfung einer ungewöhnlich großen Weltkriegs-Bombe in Dortmund haben am Sonntagvormittag 20 000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Wegen der gewaltigen Sprengkraft der 1,8 Tonnen schweren Luftmine wurde eine besonders große Sicherheitszone eingerichtet.

Etwa 1200 Mitarbeiter von Stadt, Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen unterstützen die Evakuierung. Auch ein Krankenhaus und Seniorenheime mussten geräumt werden. Der Zoo und mehrere Freizeitparks boten den Evakuierten freien oder ermäßigten Eintritt an. In der Westfalenhalle hat die Stadt eine Notunterkunft eingerichtet.

Der gefährliche Blindgänger war bei der Analyse von Luftaufnahmen im Stadtteil Hombruch entdeckt worden. Nach Angaben der Stadt wurde die Luftmine inzwischen freigelegt, zunächst mit einem Bagger, dann in Handarbeit. Am späten Vormittag wurde Material zu der Grube gebracht, in der die Bombe liegt: Zelt, Stromgenerator, Licht und Behälter für eventuell austretenden Sprengstoff.

Luftminen dieser Größenordnung werden nur selten entdeckt - in Dortmund ist es erst das dritte Mal. Im Dezember 2011 war eine Mine des selben Typs im Rhein bei Koblenz entschärft worden, damals mussten 45 000 Menschen ihre Häuser verlassen.