Brandbeschleuniger in Bushidos angezündeter Villa

Nach der Brandstiftung in der unbewohnten Villa des Rappers Bushido (35) haben die Ermittler Brandbeschleuniger gefunden. Man gehe einigen entdeckten Spuren in dem Haus in Kleinmachnow bei Berlin nach, sagte am Donnerstag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Potsdam.

Bushido äußerte sich empört, die Arbeiten an dem Haus sollen aber weitergehen, wie er ankündigte. Unbekannte legten laut Polizei im ausgebauten Dachgeschoss ein Feuer, das in der Nacht zum Mittwoch das Haus beschädigte.

Bushido sagte der Nachrichtenagentur dpa: «Ich bin absolut fassungslos.» Er wisse nicht, wie er den Brand einschätzen solle, ob es nur ein Streich oder ein gezielter Akt gewesen sei. Er werde aber in das Haus einziehen.

Der Bürgermeister von Kleinmachnow, Michael Grubert (SPD), sagte der dpa über Bushido: «Ich habe nichts gegen ihn». Er freue sich grundsätzlich über jeden Steuerzahler. Er wies Vorwürfe von Bushido zurück, der Rapper sei nicht willkommen und ihm würden Steine in den Weg gelegt. Zurzeit leben Bushido und seine Familie noch in Berlin.

Einen konkreten Tatverdacht gibt es laut Staatsanwaltschaft noch nicht. Die Behörde wollte sich nicht näher zum weiteren Vorgehen äußern, um ihre Ermittlungen nicht zu gefährden. Zunächst müsse auch das Gutachten eines Sachverständigen abgewartet werden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.