Hochrechnung: Stärkster Verlust der Grünen bei einer Landtagswahl

Die Grünen haben bei der Bremer Wahl wohl den prozentual stärksten Verlust in der Geschichte ihrer Landtagswahl-Teilnahme erlitten: nach der ZDF-Hochrechnung von 21.45 Uhr minus 7,8 Prozentpunkte.

Sie fielen demnach von 22,5 auf 14,7 Prozent und damit wieder in den Bereich ihrer langjährigen Bremer Ergebnisse. Denn das Resultat von 2011 - nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima - war ihr mit Abstand bestes in Bremen gewesen.

Den bislang stärksten Verlust bei einer Landtagswahl hatte die Partei 1994 in Brandenburg mit einem Minus von 6,4 Punkten (von 9,3 auf 2,9 Prozent) eingefahren - allerdings in der Summe von Bündnis90 und Grünen, die damals noch getrennt antraten. 2001 in Hamburg gab die Partei 5,4 Punkte ab (von 13,9 auf 8,6 Prozent).

Die Grünen sind seit 2011 in allen 16 Landtagen vertreten. Die größten Zugewinne verzeichnete die Partei im selben Jahr in Rheinland-Pfalz (plus 10,8 Punkte) und Baden-Württemberg (plus 12,5). Bei jener Wahl im Südwesten (24,2 Prozent) konnten sie auch den Posten des Ministerpräsidenten erobern. Als Juniorpartner sind die Grünen derzeit an acht Regierungen beteiligt, inklusive Bremen.