Gladbach schafft erstmals direkte Champions-League-Quali

Mit dem ersten Sieg in Bremen seit 28 Jahren hat sich Borussia Mönchengladbach zum ersten Mal den direkten Einzug in die Champions League gesichert.

Gladbach schafft erstmals direkte Champions-League-Quali
Carmen Jaspersen Gladbach schafft erstmals direkte Champions-League-Quali

Dank der beiden Treffer des starken Raffael (53./85. Minute) siegte der «Altmeister» verdient 2:0 (0:0) bei Werder Bremen und hat damit zumindest den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga sicher. Vor 42 100 Besuchern im ausverkauften Weser-Stadion waren die Gastgeber trotz allen Bemühens nicht in der Lage, einen weiteren Schritt in Richtung der erhofften Europa-League-Qualifikation zu gehen. Rang sechs, der den Einzug sicher garantiert, ist nur noch theoretisch möglich.

Die mit Spannung erwartete Partie begann fünf Minuten später, weil der Gäste-Bus bei der Anreise an einer Unfallstelle aufgehalten worden war. Die Borussen kamen aber dennoch ebenso hellwach aus der Kabine wie die Bremer, bei denen Davie Selke (7.) per Kopf die erste gute Chance vergab. Der Jungstürmer, der wie die ebenfalls wechselnden Werder-Profis Koen Casteels und Sebastian Prödl vor dem Match verabschiedet wurde, musste sich dabei auch Pfiffe einiger Fans anhören. Sie verübeln ihm seinen Weggang zu RB Leipzig.

Auf dem grünen Rasen ging es weiter munter hin und her. Gladbachs Raffael (11.) zielte aus 22 Metern knapp vorbei, kurz darauf landete eine von Sebastian Prödl abgefälschte Flanke von Oscar Wendt am Bremer Außenpfosten (13.). Glück für die Werderaner, die die spielstarken Gäste kombinieren ließ und im eigenen Stadion auf schnelle Konter vertraute.

Die Gladbacher hatten deutlich mehr Spielanteile, sie trugen ihre Angriffe aber zunächst meist nur bis zum Strafraum gut vor. Vor dem Tor der Hausherren wurde es vor der Pause nur noch einmal gefährlich, als der ins Team zurückgekehrte Alvaro Dominguez (35.) freistehend scheiterte. Schlussmann Casteels vereitelte die Topchance des weit aufgerückten Abwehrspielers reaktionsschnell mit dem Knie.

Kurz nach dem Wiederanpfiff gab es die bis dahin beste Werder-Gelegenheit: Der über die rechte Flanke sehr schön freigespielte Selke scheiterte aber am glänzend reagierenden Keeper Yann Sommer (46.). Dann war aber wieder Gladbach am Drücker - und wurde diesmal belohnt: Eine präzise Hereingabe des Ex-Bremers Max Kruse drückte Raffael im Fallen mit etwas Glück über die Linie. Casteels und Verteidiger Jannik Vestergaard kamen knapp zu spät, um das Unheil noch zu verhindern.

Werder antwortete mit einigen wütenden Angriffen, die die Elf vom Niederrhein aber in der Regel gut kontrollieren konnte. Nun waren es die Borussen, die etwas zurückgedrängt und dadurch gezwungen wurden, ihr allerdings bekannt gutes Konterspiel anzuwenden. Die Bremer kamen zu einer Reihe von Eckbällen, die aber meist wenig Gefahr vor dem von Sommer sicher gehüteten Gehäuse sorgten.

Ganz anders das Team von Niederrhein: Patrick Herrmanns abgerutschte Flanke landete auf der Latte ((81.) und der eingewechselte Thorgan Hazard zielte nur knapp daneben (82.). Mit seinem zweiten Treffer machte Raffael kurz vor Schluss alles klar für seine Borussia.