Hintergrund: Langwieriges Auszählverfahren

Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen wird es - anders als bei allen anderen Landtags- und Bundestagswahlen - in der Nacht kein vorläufiges amtliches Endergebnis geben.

Hintergrund: Langwieriges Auszählverfahren
Ingo Wagner Hintergrund: Langwieriges Auszählverfahren

Stattdessen hat der Landeswahlleiter für 21.30 Uhr eine erste Hochrechnung in Aussicht gestellt. Die Hochrechnungen werden dann laufend aktualisiert, bis gegen Mitternacht eine Stichprobe mit 53 von 352 Wahllokalen und 17 von 111 Briefwahlbezirken in der Stadt Bremen ermittelt ist. Bis dahin sollen auch alle 74 Urnen- und 20 Briefwahlbezirke in der Stadt Bremerhaven ausgezählt sein.

Insgesamt müssen im Land Bremen 426 Urnen- und 131 Briefwahlbezirke ausgezählt werden - das wird bis Mittwoch dauern. Dann will das Statistische Landesamt das vorläufige Endergebnis veröffentlichen.

Doch warum dauert es in Bremen so lang, bis ein Ergebnis vorliegt? Das Wahlamt nennt zwei Gründe: Zum einen sei das Wahlrecht kompliziert, weil jeder der rund 500 000 Wahlberechtigten fünf Stimmen vergeben kann. Zum anderen werde zentral im Wahlamt ausgezählt. Wegen der begrenzten Zahl an verfügbaren Mitarbeitern sei es nicht möglich, die Stimmzettel dezentral auszuwerten.