Britische Ebola-Patientin spricht und isst

Die mit Ebola infizierte britische Krankenschwester kann zweieinhalb Tage nach Ausbruch der Krankheit mit ihrer Familie sprechen, aufrecht sitzen, lesen und Nahrung zu sich nehmen.

Britische Ebola-Patientin spricht und isst
Hannah Mckay Britische Ebola-Patientin spricht und isst

«Es geht ihr so gut, wie wir in diesem Stadium der Krankheit hoffen können», sagte ihr Arzt Michael Jacobs am Mittwoch in London. Da die Krankheit unberechenbar sei, werde er aber keine Prognose für die kommenden Tage abgeben. Die Patientin werde mit einem experimentellen Medikament und Blutplasma eines Überlebenden der Krankheit behandelt. Den Namen des Medikaments nannte er nicht, es handele sich aber nicht um das bereits mehrfach bei Ebola-Patienten angewandte «ZMapp».

Die Krankenschwester hatte sich bei einem Ebola-Hilfseinsatz für die Organisation Save the Children in Sierra Leone angesteckt und war nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien am Sonntagabend krank geworden. Am Montag wurde sie in einem Krankenhaus in Glasgow positiv auf Ebola getestet und wenig später zur Behandlung nach London gebracht.

Der Fall hat Zweifel an der Wirksamkeit von Kontrollen für Reisende mit Ebola-Risiko hervorgerufen. Seit Oktober sind an vier Flughäfen und einem internationalen Bahnhof in Großbritannien mehr als 1700 Menschen untersucht worden, die aus den von der Seuche am schwersten betroffenen Ländern Sierra Leone, Guinea und Liberia gekommen sind. Die aus Sierra Leone heimkehrende Helferin sei am Londoner Flughafen Heathrow untersucht worden und habe keinerlei Symptome gezeigt, sagte die höchstrangige Ratgeberin der Regierung in Gesundheitsfragen, Sally Davies, dem Sender ITV. Sie sei daher nicht ansteckend gewesen und habe weiter nach Glasgow fliegen dürfen.