Britische Jets kehren ohne Waffeneinsatz aus Irak zurück

Einen Tag nach dem Beschluss des Unterhauses für eine militärische Beteiligung am Kampf gegen die Terrormiliz IS hat Großbritannien erstmals voll bewaffnete Kampfjets losgeschickt. Es seien jedoch keine Ziele bombardiert worden.

Das teilte das Verteidigungsministerium in London nach der Rückkehr der Flugzeuge nach Zypern mit. Stattdessen hätten die Piloten Aufklärungsmaterial mitgebracht, das nun an die irakischen Bodentruppen weitergereicht werden soll.

Zwei Kampfflugzeuge des Typs Tornado seien am Morgen von einem britischen Fliegerhorst auf Zypern in Richtung Irak gestartet, bestätigte das Verteidigungsministerium. Die Flugzeuge seien ausgerüstet gewesen, um Angriffe zu fliegen, «sobald ein geeignetes Ziel identifiziert» sei.

Es seien während des siebenstündigen Einsatzes keine geeigneten Ziele identifiziert worden. Die Flüge dienten aber auch zur Abschreckung und Einschüchterung des Gegners, der nicht über eine effiziente Luftabwehr verfüge, betonte das Verteidigungsministerium weiter. «Die Terroristen sind gezwungen, deutlich vorsichtiger vorzugehen.»

Bereits in den vergangenen Tagen waren Tornados ohne Bombenfracht auf Aufklärungsflügen in der Region unterwegs gewesen. Die Kampfjets am Samstag wurden von einem Tankflugzeug des Typs Voyager begleitet.

Vor Großbritannien hatten sich bereits mehrere andere Staaten an der Bombardierung von Stellungen der Sunnitenmiliz IS im Irak oder in Syrien durch die USA beteiligt, darunter Frankreich und arabische Staaten. Die europäischen Staaten beschränken den Einsatz bisher auf den Irak.