Britische Lloyds-Bank streicht 9000 Stellen

Die teilverstaatlichte britische Großbank Lloyds will über die kommenden drei Jahre rund 9000 Stellen kürzen und die Zahl ihrer Filialen um 150 reduzieren.

Das Bankengeschäft solle einfacher und mehr auf das Internet ausgerichtet werden, teilte Lloyds am Dienstag in London mit. Medien hatten schon vergangene Woche über die Kürzungen berichtet, die rund ein Zehntel der etwa 88 000 Jobs betreffen.

Vorstandschef Antonio Horta-Osorio sagte, mit der «Digitalisierung» passe die Bank sich den geänderten Kundenwünschen an. Seit Beginn der Finanzkrise hat Lloyds bereits rund 33 000 Stellen gestrichen und ist teilweise in Staatsbesitz übergegangen.

Die ebenfalls am Dienstag veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal 2014 zeigen die Bank weiter auf Erholungskurs. Angetrieben von der guten Wirtschaftslage in Großbritannien verdiente das Institut unterm Strich 693 Millionen Pfund (879 Millionen Euro).

Vor einem Jahr stand an dieser Stelle ein Verlust von 1,3 Milliarden Pfund. Bereinigt um Sondereffekte legte der Gewinn um 41 Prozent auf 2,2 Milliarden Pfund zu und übertraf die Erwartungen von Analysten.