Bürki rettet Freiburg das 0:0: Leverkusen zu harmlos

Bayer Leverkusen hat sich im Kampf um die Spitze der Fußball-Bundesliga mit einer Nullnummer beim SC Freiburg begnügen müssen.

Bürki rettet Freiburg das 0:0: Leverkusen zu harmlos
Patrick Seeger Bürki rettet Freiburg das 0:0: Leverkusen zu harmlos

Die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt spielte allerdings von der 28. Minute an mit einem Mann weniger, da Abwehrspieler Emir Spahic früh Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels sah. Gegen die auch nach sechs Spieltagen sieglosen Breisgauer hatte die Bayer-Elf vier Tage vor der Champions-League-Parte gegen Benfica Lissabon Pech mit zwei Lattenschüssen.

Auf Freiburg-Seite flog Pavel Krmas in der 78. Minute ebenfalls mit der Ampelkarte vom Platz. Vor 23 500 Zuschauern im Stadion an der Schwarzwaldstraße - darunter Joachim Löws neuer Assistent Thomas Schneider - bestritt Leverkusen seine 1200. Erstliga-Partie ohne großen Glanz. Die Freiburger gingen unbeirrt von den bitteren Last-Minute-Ausgleichstoren gegen Hertha BSC (2:2) und bei 1899 Hoffenheim (3:3) zu Werke. Mit vehementem Forchecking machten sie der Bayer-Elf das Leben schwer, in der Offensive gelang dagegen kaum etwas.

Das verwunderte allerdings nicht, da nicht nur die Angreifer Admir Mehmedi und Dani Schahin verletzt fehlten und Vladimir Darida gesperrt war, sondern auch noch Mike Frantz ausfiel: Der Ex-Nürnberger, in Hoffenheim noch Doppel-Torschütze, bekam beim Aufwärmen Kreislaufprobleme und musste durch Nicolas Höfler ersetzt werden.

Bei Leverkusen, das ohne Simon Rolfes, Julian Brandt, Kyriakos Papadopoulos und Gonzalo Castro antreten musste, versuchte Hakan Calhanoglu das Spiel zu gestalten. Aber auch der frühere Hamburger hatte seine liebe Not mit den aggressiven Freiburgern, die wie Irrwische dazwischenfegten.

Da sich die Gäste nach dem unfreiwilligen Abgang von Spahic oft weit zurückzogen, blieben Chancen in der ersten Halbzeit Mangelware: Heung-Min Son vertändelte in der 19. Minute vor Freiburgs Torhüter Roman Bürki. Felix Klaus war auf der Gegenseite mit einer Direktabnahme aus spitzem Winkel überfordert (37.).

Die Leverkusener erwischten nach der Pause den besseren Start: Torhüter Bürki musste sich mächtig strecken, als der bis dahin unauffällige Stefan Kießling einen Calhanoglu-Freistoß verlängerte. Der Standardspezialist hätte dann mit einem Fernschuss kurz hinter der Mittellinie beinahe Bürki kalt erwischt. Der starke Schweizer Nationalkeeper rettete in der 64. Minute auch gegen Karim Bellarabi und hatte Glück, dass kurz darauf dessen Knaller nur an der Unterkante der Latte landete. Sonn traf in der 88. Minute mit einem Freistoß ebenfalls die Querstange.

Die Freiburger wehrten sich nach Leibeskräften gegen den immer stärkeren Gegner, blieben aber nach vorne weiter harmlos. Da fehlten einfach die Anspielstationen. In der zuletzt so folgenschweren Nachspielzeit hielten zwar die SC-Fans den Atem an, doch diesmal ließ sich die Mannschaft von Trainer Christian Streich nicht überrumpeln.