Börsianer wegen japanischer Geldflut in Kauflaune

Die gelockerte Geldpolitik in Japan hat den deutschen Aktienmarkt kräftig beflügelt. Der Dax übersprang am Mittag die Marke von 9300 Punkten.

Zuletzt lag er 2,11 Prozent im Plus bei 9307,53 Punkten. Noch Mitte Oktober stand das Börsenbarometer wegen Sorgen um die Konjunktur fast 1000 Punkte tiefer und damit auf dem tiefsten Stand seit rund einem Jahr.

Überschattet wurde die gute Stimmung in Frankfurt allerdings von einer technischen Störung an der Deutschen Börse, weswegen der Handel auf der Plattform Xetra für mehr als eine Stunde unterbrochen werden musste.

Mit dem kräftigen Plus am Freitag folgte der deutsche Leitindex den starken Vorgaben insbesondere aus Tokio und knüpfte an seine dreitägige Gewinnserie an. Da die Preise in Japan nicht wie erwartet steigen, weitet die Zentralbank des Landes die Geldbasis um jährlich 80 Billionen Yen (582 Milliarden Euro) aus und damit stärker als bislang geschehen. In Tokio schloss der dortige Leitindex Nikkei 225 knapp 5 Prozent im Plus.

Auch die anderen deutschen Indizes profitierten von diesen Nachrichten: Der MDax der mittelgroßen börsennotierten Unternehmen stieg um 1,52 Prozent auf 16 096,30 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,24 Prozent auf 1243,37 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 2 Prozent hoch.