Brüssel warnt Griechenland vor Extra-Abmachungen mit Moskau

Kurz von dem Russland-Besuch des griechischen Premiers Alexis Tsipras warnt die EU-Kommission vor Extra-Abmachungen mit dem Kreml.

«Wir erwarten, dass alle Mitgliedstaaten mit einer Stimme zu unseren Handelspartnern sprechen, inklusive Russland», sagte ein Behördensprecher in Brüssel.

Er ging nicht im Detail auf Ankündigungen ein, wonach eine Lockerung des Einfuhrstopps für westliche Agrarprodukte ein Thema bei der Kreml-Visite sein wird. «Die Handelspolitik ist eine ausschließliche Kompetenz der EU», sagte der Sprecher. «Wir erwarten, dass alle Mitgliedstaaten gleich behandelt werden.»

Moskau blockierte als Antwort auf Sanktionen in der Ukraine-Krise die Einfuhr zahlreicher westlicher Lebensmittel. Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Europaparlament, Gabi Zimmer, hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt, Griechenland habe ein «riesiges Interesse» daran, dass seine landwirtschaftlichen Produkte wieder in Russland eingeführt werden können. Tsipras reist an diesem Mittwoch nach Moskau.