Brühl und Thompson stellen Fallada-Adaption vor

Der Schauspieler Daniel Brühl (37) hat vor einem Rechtsruck gewarnt. Leider gebe derzeit in Europa und gerade in Deutschland eine Bewegung zur politischen Rechten, sagte Brühl («Rush – Alles für den Sieg») am Montag bei der Berlinale, wo er das Drama «Jeder stirbt für sich allein» vorstellte.

Brühl und Thompson stellen Fallada-Adaption vor
Kay Nietfeld Brühl und Thompson stellen Fallada-Adaption vor

«Wir müssen vorsichtig sein, dass wir uns von rassistischen und faschistischen Ideen nicht vergiften lassen. (...) Diese Krankheit ist noch nicht ausgerottet.»

«Jeder stirbt für sich allein» basiert auf einem Roman von Hans Fallada und erzählt vom Widerstand eines deutschen Paares in Berlin gegen die Nationalsozialisten. Emma Thompson und Brendan Gleeson spielen diese Eltern, die ihren Sohn im Krieg verloren haben. Brühl stellt einen Polizisten dar, der die Widerständler sucht. Der Film des in der Schweiz geborenen Regisseurs Vincent Perez läuft im Wettbewerb der Berlinale.

Auch Thompson (56) sah Parallelen zwischen dem Werk und der Gegenwart in Europa. «Dieser Film handelt vom Mutigsein», sagte sie. «Dieses Gefühl, dass Menschen denjenigen den Rücken zudrehen, die Hilfe brauchen, ist derzeit sehr präsent.» Die Britin betonte, sie fühle sich als Europäerin - und deswegen wolle sie auch dafür stimmen, dass Großbritannien in der Europäischen Union bleibe. Es sei verrückt, das nicht zu tun. «Wir sollten Grenzen abbauen, nicht aufbauen.»