Merkel-Tsipras-Treffen könnte Einigung über Hilfen einleiten

Spitzentreffen am Rande des EU-Ostpartnerschaftsgipfels in Riga könnten nach Diplomatenangaben den Grundstein für eine Einigung im Streit um neue Finanzhilfen für Griechenland legen.

Angaben aus Brüssel zufolge hat die Regierung in Athen erstmals eine substanzielle Reformliste vorgelegt. Sie werde nach einer ersten Prüfung für deutlich weitreichender gehalten als alle vorherigen Entwürfe und enthalte auch Pläne für Anpassungen im Rentenbereich, hieß es.

Den Angaben zufolge will der griechische Premierminister Alexis Tsipras bei dem am Donnerstag beginnenden Gipfel in der lettischen Hauptstadt unter anderem das Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) suchen. Bereits in der kommenden Woche könnte es dann ein weiteres Sondertreffen der Finanzminister der Eurostaaten geben. Sie müssen der Auszahlung weiterer Milliardenhilfen für das pleitebedrohte Land zustimmen. Die anderen Eurostaaten haben umfassende Reformversprechen der griechischen Regierung zur Voraussetzung für weitere Unterstützung gemacht.

Die Gesprächspläne wurden auch in Verhandlungskreisen in Athen bestätigt. Dort hieß es, die Eurogruppe könnte sich bereits Anfang kommender Woche treffen.