Athen und EU suchen weiter nach einer Lösung

Vertreter Athens und der Europäischen Kommission haben ihre Bemühungen um eine Lösung für das griechische Schuldendrama fortgesetzt.

Dazu kamen in Brüssel Nicos Pappas, der persönliche Vertreter des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras, und ein Vertreter von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zusammen. Wie aus EU-Kreisen verlautete, waren die Fronten in den Gesprächen verhärtet, die Verhandlungen galten als hart.

Auf Initiative von Juncker standen Vertreter von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank bereit, um bei Bedarf zu den Gesprächen hinzuzustoßen. Nach Darstellung aus EU-Kreisen versuchen die Vertreter Athens und er EU-Kommission verzweifelt, einen gemeinsamen Nenner zu finden und Junckers letzten Versuch einer Einigung zum Erfolg zu bringen. Den Beteiligten sei klar, dass ein Kompromiss gefunden werden müsse, ehe am Montag die Märkte öffnen.

Für Griechenland wird die Zeit knapp, will es mit EU-Kommission, EZB und IWF noch bis zum 30. Juni eine Einigung über die Auszahlung von Hilfsgeldern in Höhe von 7,2 Milliarden Euro erzielen. Voraussetzung ist ein verbindliches Reformprogramm Athens. Bis Ende des Monats muss Griechenland 1,6 Milliarden Euro an den IWF zurückzahlen. Athen droht sonst die Staatspleite.