Bahn-Logistiksparte muss rund 31 Millionen EU-Kartellbuße zahlen

Die Logistiktochter der Deutschen Bahn muss wegen unerlaubter Zusammenarbeit mit Konkurrenten eine EU-Kartellbuße von 31,798 Millionen Euro zahlen.

Bahn-Logistiksparte muss rund 31 Millionen EU-Kartellbuße zahlen
Marc Tirl Bahn-Logistiksparte muss rund 31 Millionen EU-Kartellbuße zahlen

Schenker habe den Markt für bestimmte Bahntransporte mit den Wettbewerbern Express Interfracht (Teil von Österreichische Bundesbahnen) und Kühne + Nagel aus der Schweiz aufgeteilt, wie die Brüsseler EU-Kommission mitteilte.

Kühne + Nagel wurde die Buße erlassen, da es als Kronzeuge in dem Verfahren diente. Express Interfracht muss 17,356 Millionen Euro berappen. Allen Beteiligten gewährte die EU-Kommission Nachlässe, weil sie einem Vergleich zustimmten und damit die Vorwürfe anerkannten.

Konkret geht es um Absprachen auf dem Markt für sogenannte Ganzzugladungen. Bei solchen Zügen werden die Waggons nicht unterwegs aufgeteilt oder abgestellt, was Zeit und Geld spart. Die Ganzzugladung «Balkantrain» verbindet West- und Mitteleuropa und Südosteuropa. Der «Soptrain» verbindet Mitteleuropa und Rumänien.

Die Unternehmen teilten Kunden und Fracht untereinander auf, tauschten vertrauliche Informationen und koordinierten ihre Preise. Die unerlaubte Zusammenarbeit dauerte fast acht Jahre.