Nato versorgt Ukraine mit Flugverkehrsdaten

Rund ein Jahr nach dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine MH17 in der Ukraine nach einem Raketentreffer stärkt die Nato die Luftraumüberwachung in dem Land. Die Alliierten Polen, Norwegen und Türkei stellen den ukrainischen Lotsen künftig Flugverkehrsdaten zur Verfügung.

«Dies wird zur Luftsicherheit beitragen», erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach Beratungen der Verteidigungsminister der Bündnisstaaten in Brüssel. Gerade in einem Gebiet, in dem es auf dem Boden noch immer Kämpfe gebe, sie dies wichtig.

Bei der MH17-Katastrophe waren am 17. Juli 2014 alle 298 Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine vom Typ Boeing 777 wurde von einer Rakete getroffen und stürzte im Kriegsgebiet Donbass im Osten der Ukraine ab. Die Regierung in Kiew macht die von Russland unterstützten Separatisten für den Abschuss verantwortlich. Die Aufständischen weisen dies zurück. Sie behaupten, sie hätten keine Waffen zum Abschuss von Passagiermaschinen gehabt.

Weitere Nato-Unterstützung soll die Ukraine künftig bei der Entschärfung von Minen und selbst gebauten Sprengsätzen bekommen. Man habe sich grundsätzlich darauf geeinigt, Mittel für diesen Zweck bereitzustellen, sagte Stoltenberg.